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Typische Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch

“Typische Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch”

Welche Fragen sind für Sie naheliegend?

Aus den gleich nachvollziehbaren Gründen gibt es typische und oft gestellte Fragen der Personalverantwortlichen in einem Unternehmen während des Vorstellungsgespräches.

Bevor wir aber Hunderte Fragen auflisten, wie Sie dies im Internet vielfach finden, ist es sinnvoller sie nicht einzeln zu bewerten und jeweils Antworten darauf zu finden. Erstens, weil Sie nicht für alle diese Fragen sinnvolle Antworten haben werden. Denn wichtigster Punkt einer Antwort im Interview ist Relevanz. Und die sind  individuell für jede einzelne Frage zu finden.

Klar, soll die Antwort zur Frage passen, werden Sie sagen. Personal-, Abteilungsleiter und  andere Entscheider im Bewerbungsprozess stellen immer wieder etwas anderes fest. Die Reaktionen passen oft teilweise oder gar nicht zur gestellten Frage. Warum? Weil die passende Bewerber-Antwort dem Bewerber selbst als ungünstig wirkend erscheint. Aber auch, weil Bewerber den Sinn oder Hintergrund der Frage oftmals nicht verstehen. Aber der Fragesteller hat sich etwas dabei gedacht, als er genau diese Frage auswählte und er erwartet darauf eine relevante Antwort.

Da die GesprächspartnerInnen, die das Interview führen, in der entspannteren Situation sind, bemerken sie solche Mogeleien selbstverständlich sofort. Wie reagieren Sie, wenn Ihnen jemand ausweichend auf eine Frage antwortet? Fänden Sie das positiv, souverän oder überzeugend?

 

Für kritische Punkte des Vorstellungsgespräches

sollten Bewerber also eine passende Antwort parat haben. Interview-Fragen sind individuell, unterscheiden sich von Bewerber zu Bewerber. Bewerbungsunterlagen, CV, also der Lebenslauf und die Inhalte der Bewerbungsschreiben selbst variieren. Nachvollziehbar ergeben sich so auch voneinander abweichende Fragen.

Zweitens könnten Sie sich nicht alle Antworten merken, da Vorstellungsgespräche den Bewerber naturgemäß nervöser werden lassen als in gewohnter Atmosphäre und Umgebung. Auf die 347. auswendig gelernte Antwort werden Vorstellungsgespräch-Gestresste meist gar nicht zugreifen können (Stichwort blackout).

Deshalb: Wenn Sie wissen möchten, welche Fragen gestellt werden und wie Sie darauf antworten sollen, hilft ein einfacher Trick. Er ist so banal wie wirkungsvoll, wird jedoch leider immer wieder vergessen oder unterschätzt:

 

Betrachten Sie den Bewerber aus Ihrer Sicht.

Genau. Sie sind der Personalleiter, Ihnen gegenüber sitzt der Bewerber. Sobald Sie sich in die Situation des Personalverantwortlichen hineinversetzen, wissen Sie mit ein wenig Berufserfahrung und Einfühlungsvermögen, was Ihnen wichtig ist. Wenn Sie jemanden für die von Ihnen anvisierte Funktion einstellen wollten, wäre Ihnen vermutlich folgendes wichtig:

  • Sie möchten wissen, was für ein Ty Mensch sie oder er ist.
  • Wo kommt er her? Familie, Ort, Beschäftigung der Eltern.
  • Es interessiert Sie Vieles, auch was die Bewerber fachlich zu bieten haben.
  • Selbstverständlich möchten Sie wissen, ob all das, was in der Bewerbung steht auch wahr ist
  • Die Bewerberin oder der Bewerber gibt Ihnen Antworten, die neue Fragen aufwerfen.
  • Sie möchten wissen, ob die Bewerber unter´m Strich das können, was Sie von ihnen erwarten.
  • Wahrscheinlich ist es Ihnen wichtig, ob und wie Sie mit der neuen Mitarbeiterin zusammen arbeiten können!? Und alle Kolleg/innen.

Viele Fragen, die ein Personalverantwortlicher in dieser Situation und Funktion hat, ergeben sich grundsätzlich für jeden, der einen Fremden das erstemal sieht. Auch wenn Sie jemanden kennen lernen, werden Sie intuitiv und zwangsläufig entscheiden und auch auf Vorurteile zurückgreifen:

Freund oder Feind? Haben wir Gemeinsamkeiten? Je mehr desto besser. Je weniger desto schlechter. Ganz einfach. Wie ist das Verhalten? Muss ich mich gegenüber dem anderen behaupten, mein Revier abstecken, muss ich mich gar verteidigen oder können wir gemeinsam kooperieren, zusammen arbeiten und meist mehr als acht Stunden pro Tag zusammen leben.

Vorurteile, Denken in Schubladen und Normen gehören zum menschlichen Denken. Intuitiv und vorerst unabänderlich. Wenn wir das erste Mal einem monsterähnlichen Lebewesen begegnen, werden wir uns verstecken oder zumindest sehr vorsichtig sein, seien die Zeugnisse auch noch so gut.

 

Arbeitszeit ist Lebenszeit

Deshalb stellen Sie auch Fragen, die Ihnen helfen, zu erkennen, wie der Mensch “tickt”, der bei und mit Ihnen unter einem Dach lebt und arbeitet. Bewerber/innen, denen soziale Aspekte nicht soo geläufig sind und die eher ihre eigene Qualifizierung, ihre beruflich wichtigen Kenntnisse und Berufserfahrung in den Vordergrund stellen, finden manche Fragen deshalb als unsinnig. Oder als zu indiskret.

 

Indiskrete Fragen müssen Sie nicht beantworten.

Aber Sie sollten antworten, wenn auch anders als erwartet.  Aus mindestens drei Gründen ist es nicht sinnvoll eine solche Frage nicht zu erwidern. Selbst wenn es eine sogenannte “verbotene Frage” ist:

  1. Cleverer ist es in diesem Fall, eine ausweichende Antwort zu geben, die durchaus auch humorvoll sein kann. Sie zeigt dem Personaler, dass Sie professionell genug sind, auch im Job, unangenehme Situationen routiniert zu meistern. So bringen Sie die Situation zu einem guten Abschluss.
  2. Es könnte sein, dass der Gesprächsleiter oder ein anderer Beteiligter lediglich die Wirkung auf Sie erleben möchte, erkennen möchte wie Sie reagieren.
  3. Diese dritte Variante gehört gar nicht in ein Vorstellungsgespräch: Der Bewerber reagiert betroffen, verweigert eine Erwiderung oder verliert sogar die Fassung. Leider ergeben sich solche Situationen öfter als gedacht. Dass der Bewerber dann selbst für wenig qualifizierte Tätigkeiten als als völlig ungeeignet eingestuft wird, ist klar.

 

Was haben Bewerber/innen fachlich zu bieten?

Zu Ihrer Qualifikation, wie Sie diese erreichten, welche Projekte Sie wie erfolgreich durchführten, womöglich selbst initiierten, interessiert brennend. Auch wenn die Qualifikation, wie schon anderer Stelle genannt und Ihnen bekannt, nur die halbe Miete ist.

Zu jeder Aussage, die Sie selbst machen, müssen Sie ein Arbeitsbeispiel zur Hand haben, um Ihre Aussage, man kann sie auch Behauptung nennen, unterfüttern zu können. Eine Behauptung kann wahr aber auch unwahr sein. Nicht jedes Projekt, das Sie begleiteten, ist für den neuen Arbeitgeber ebenfalls von Interesse. Aber auch umgekehrt. Plötzlich passt eines Ihrer erfolgreichen Projekte auf die Frage des Abteilungsleiters. In Ihren Unterlagen, Zeugnissen, Beurteilungen wurde es nicht erwähnt. Jetzt könnten Sie damit punkten. Nun müssen Fakten her. Dumm, wenn einiges vergessen wurde. Wann war das? Es soll einen aktuellen Bezug geben. Welche Vorteile ergaben sich daraus? Welche Rolle spielten Sie als Bewerber/in dabei?

Da Sie die Situationen kennen Sie auch alle Antworten - vorausgesetzt Sie erinnern sich. Davon lassen sich auch alle wesentlichen Fragen ableiten, die von Interesse sein könnten. Je klarer Ihre Person, je klarer und passender die bisherigen Antworten, desto weniger Rückfragen ergeben sich.

 

Sie möchten wissen: Sind Aussagen in der Bewerbung auch wahr?

In Bewerbungen wird meist nicht direkt gelogen. Aber es wird grundsätzlich viel übertrieben. Aber auch untertrieben. Die Optimisten hoffen, dass Ihre Mängel nicht auffallen, die Pessimisten fürchten etwas beweisen zu müssen, was sie nicht oder nur unzureichend können.

Das betrift vor allem die eigenen sprachlichen Fähigkeiten, die dargestellt werden, als seien sie aus Gummi. Vor vielen Jahren genügte es den meisten Berufstätigen, die Note 2 im Schulfach Englisch zu präsentiere. Das genügte damals, um mit Sprachkenntnissen eingestellt zu werden, damit man zweimal im Jahr sprachlich reagieren konnte.

Heute sitzt der Kollege am Nebentisch, der neben seiner Muttersprache nur Englisch spricht. Gut, so brauchen wir nur auf Indisch zu grüßen, der Rest geht auf Englisch. Die EDV-Abteilung wurde per Outsourcing in die Türkei katapultiert, die Lagerarbeiter in Hannover sprechen mit ihren Kollegen in Polen Englisch. Und das sind nur die, die nichts mit englischsprachigen Kunden, Partnern und Vorgesetzten zu tun haben. Bei diesem Thema brauchen wir uns nicht mehr auf die

 

Frage “Sprechen Sie sicher Englisch ?”

einstellen. Die meisten Unternehmen sprechen im zweiten Teil des Vorstellungsgespräches Englisch mit den Bewerber/innen. Sprechen Sie Englisch hat das mehr Aussagekraft über die sprachliche Fähigkeit hinaus: Wer Englisch spricht zeigt, dass er Durchhaltevermögen hat. Denn Englisch sprechen zu können, bedeutet nicht etwas zu wissen, sondern etwas zu können. Das erreicht der Bewerber durch regelmäßiges Training.

Es zeigt auch, dass jemand zukunftsorientiert denkt und handelt. Dass er das Vorhaben, Englisch zu trainieren nicht immer wieder aufschiebt, sondern anpackt, handelt. Dass er nicht bequem ist, sondern bereit ist, Leistung zu bringen. Werden Fragen auf Englisch gestellt, multiplizieren sich die Probleme des ungeübten Bewerbers. War es bis eben schon eine Herausforderung, Sinn und Inhalt der auf Deutsch gestellten Fragen so zu deuten, dass sich sinnvolle Antworten ableiten ließen, die positiv gewertet wurden, wird es jetzt heikel.

 

Zusätzlich nun auch englische Fragen verstehen

Details sind unscharf, da einige Wörter unbekannt oder mangels Kenntnisse der Aussprache unverständlich. Antworten sind mangels passendem Vokabular, das so völlig von Schulenglisch abweicht, nur hakelig möglich. Fragen kann der Bewerber gar nicht stellen oder grammatikalisch so falsch, dass der Sinn verfälscht wird. Später wird ihm ein Englisch sprechender Kollege gegenüber sitzen, mit dem er sich täglich absprechen muss.

Auch bei Führungskräften, die “Old School” gewohnt sind, “Aussagen zu treffen” statt zu fragen, sind kaum in der Lage Fragen auf Englisch zu stellen. Die meisten lernen einige Fragen auswendig. Aber: “Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!” Diese Vorgehensweise ist weder zukunftsfähig noch sinnvoll.

 

Bewerber geben Antworten, die neue Fragen aufwerfen.

Unschlüssige Aussagen werfen ebenso neue Fragen auf wie übertrieben dargestellte Fähigkeiten. Wird zu dick aufgetragen, schreit dies geradezu nach einer Anschlussfrage, die dazu auffordert, das Gesagte mit einem Praxisbeispiel zu untermauern. Umgangene Antworten kommen Minuten später in einem neuen Kleid daher. Fakten sollen sich nicht verstecken noch sollte unelegant gekontert werden. Sind für den Job wesentliche Details mit Fragen nicht aus dem Interessenten  herauszukitzeln, sinken die Chancen auf eine Einstellung.

 

Helfen Sie ein Problem zu lösen?

Sicher möchten Sie von Ihrem Bewerber auch wissen, ob sie oder er mit oder trotz der Qualifikation fähig ist, zum Beispiel aktiv Probleme zu lösen. Es geht hier um die Soft Skills, die persönlichen Stärken, die mit gezielten Fragen ein Bild zeigen sollen, welche sozialen, geistigen, kreativen, intellektuellen Fähigkeiten Bewerber haben. In Arbeitsbeispielen oder auch durch mein Verhalten während des Vorstellungsgespräches ist eine Einschätzung teilweise auch ohne Fragen möglich. Wie stressresistent eine Führungskraft ist, zeigt sich schon bei einem qualifizierten Vorstellungsgespräch auf Englisch.

Sie werden sich den Bewerber, der vor Ihnen sitzt, im Meeting vorstellen. Ist sie, ist er teamfähig. Hat er gute Zeugnisse ist aber nicht fähig zur Selbstkritik. Kann er konstruktive Kritik von Kollegen nicht nur ertragen, sondern auch sinnvoll bewerten und positiv umsetzen? Wie reagiert er auf die spitzfindigen Bemerkungen des Abteilungsleiters? Sie werden  mehrere Situationen schildern und mit gezielten Fragen herauszufinden versuchen, ob und wie sie (oder Sie) reagieren würden. Widersprüche,  vorspiegeln unrealistischer Verhaltensweisen werden erkannt, da mehrere Situationen zeitversetzt ablaufen, die dasselbe Ziel haben. Reagieren Bewerber jeweils abweichend, sind Zweifel gesät.

 

Reagieren Bewerber/innen impulsiv und unbedacht

auf Ihre Frage werden Sie sich fragen, wie es erst wird, wenn er einen Ihrer gleichzeitig besten aber auch schwierigsten Kunden vor sich hat. Und dann fällt Ihnen gleich noch ein Manager oder Kollege ein, der ebenfalls menschlich nicht einfach zu handhaben ist.

Überzeugen bedeutet: Glaubhaft das zu bieten

was das neue Unternehmen braucht. Sie sollen ein Problem lösen. Finden Sie mit eigenen gezielten Fragen heraus, welche Probleme das sind und zeigen Sie mit Argumenten, Arbeitsbeispielen und Fakten auf, wie Sie helfen können, diese zu lösen. Je konkreter desto besser.

 

Durchkämmen Sie Ihren Lebenslauf

Was würden Sie den Bewerber fragen, wenn er Ihnen Ihren CV vorlegen würde. Das eine oder andere unpassende Detail wischt man als Bewerber gerne vom Tisch nach dem Motto: “Wenn die mich fragen, warum ich 9 Monate nicht gearbeitet habe, sage ich einfach ...!”

Was sich zuhause oder im Freundeskreis leicht dahin sagen lässt, sieht im Unternehmen an einem Tisch mit ein bis vier freundlichen aber kritischen Profis völlig anders und gar nicht mehr so einfach aus. Stellen Sie also selbst die richtigen Fragen, am besten mit einem Bekannten, der sich traut, auch unliebsame Flecken aufzudecken.

 

Sie antworten auch mit Gesten, Mimik, Stimme und Taten

Aussagen, Einwände, Widersprüche, Bemerkungen, Reaktionen brauchen nicht unbedingt Worte. Antworten Bewerber/innen bewusst oder unbewusst nicht, zögern sie oder zeigen sie andere Verhaltensweisen, sind das ebenfalls Antworten, die als solche gewertet werden. Schließlich kann man davon ausgehen, dass Bewerber diese Reaktionen auch später nach der Einstellung immer dann zeigt, wenn er nervös, angespannt, gestresst, ärgerlich, ängstlich oder auch allzu gut gelaunt ist. Schlechtes Benehmen lässt sich auch nonverbal bestens demonstrieren. Vorstellungsgespräche zeigen einen Teil der Realität und sind keine Show.

 

Die Personalleiter-Sichtweise hilft Ihnen

nicht nur bei der Fragestellung, wie soeben praktiziert, sondern generell während des gesamten Gespräches. Sie brauchen keine Bedenken haben, dass dabei Ihre eigenen Wünsche und Ziele ins Hintertreffen geraten. Ihr Stammhirn achtet darauf intuitiv und vollautomatisch. Betrachten Sie Fragen und mögliche  Antworten aus Unternehmenssicht, die sich nicht mit der Sicht des Personalleiters, der des Abteilungsleiters oder des Betriebsrates decken muss, können Sie sehr positiv agieren und reagieren, verblüffend überzeugend und überraschend entwaffnend. Teile des Gespräches werden wie von selbst und ohne Übertreibung, wie von Zauberhand verlaufen.

Sie gehen allein zum Vorstellungsgespräch und haben einen Termin. Sehen Sie das Gespräch auch deshalb durch die Brille der Personalentscheider, weil Sie für diese Mitarbeiter/in diesen Mitarbeiter heute einer von vielen Bewerber/innen sind. Sie oder er arbeitet die von Kollegen und Abteilungsleitern vorgegebenen Kriterien ab. Welche Fähigkeiten werden gebraucht, welche werden von Bewerber/innen geboten inklusive der sehr wichtigen Sozialkompetenzen. So schreibt eine HR-Manager so typisch:

“Liebe Gruppenmitglieder,
haben Sie auch Berge von Bewerbungen auf dem Schreibtisch? Den Kalender voller Bewerbungsgespräche und zeitgleich steht noch das neue Personalentwicklungs-Konzept für 2017 auf der Agenda?”

Bedenken Sie diese Umstände und kommen Sie mit Ihren Vorteilen schnell auf den Punkt. Oft genug passiert es, dass das Vorstellungsgespräch vorüber ist, der Bewerber steht wieder auf der Straße als ihm einfällt: “Mein wichtigstes Ass habe ich gar nicht genannt. Zu spät!

Bewerber/innen, selbst routinierte, werden durch eine Vielzahl von Eindrücken, Fragen, eigenen Gedanken, Nervosität, Unsicherheit in bestimmten Situationen so abgelenkt, dass sie häufig das Top-Entscheidungskriteriums für den Human-Resources-Manager vergessen. Ein anderer Grund kann sein, dass die richtige Chance “right time right place” verpasst oder nicht wahrgenommen wird. Aufgrund der vielseitigen Ablenkungen.

 

Warum ist das so?

Rational gesehen nehmen Sie viele Fragen vorweg und antworten, bevor die Frage zu Ende formuliert wird. Sie gewinnen durch diese Sichtweise Zeit für Ihre Antworten. Nicht immer. Aber oft. Emotional gesehen, intuitiv, spontan merkt und fühlen Ihre Gesprächspartner dieselbe Wellenlänge. Alles ist stimmig, fühlt sich stimmig an. Alle wundern sich und freuen sich. Der Stallgeruch passt.

Im Personalbereich gibt es mehrere Redensarten, die zeigen, was Personalleiter/innen zu verlieren haben, wenn sie die falschen Fragen stellen, wenn sie schlechte Signale nicht erkennen, wenn sie Antworten falsch interpretieren.

„Wer schnell einstellt, bereut es in Ruhe.” Personalleiter verlieren an Kompetenz, wenn die Vorauswahl wiederholt nicht stimmt. Unpassende Mitarbeiter einzustellen kann fatale und kostenintensive Folgen haben. Mit gezielten Aussagen fangen Bewerber/innen mögliche Bedenken schon im Vorfeld  geschickt ab.

Eingestellt werden viele Mitarbeiter/innen aufgrund ihrer Qualifikationen und ihrer Kompetenzen. Entlassen werden diese Mitarbeiter/innen, wenn sie nicht zum Unternehmen, zu den Kunden und Partnern passen oder sich nicht in das Unternehmen integrieren. Dies zeigt die Bedeutung der persönlichen Fähigkeiten, der Soft Skills, die Bewerber/innen bildhaft und überzeugend darstellen sollten. Abhängig vom Anforderungsprofil.

 

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann rufen Sie mich einfach an. Tel.: 0 67 21 - 99 57 09

Das Wichtigste bei einem Vorstellungsgespräch ist aber

- viel wichtiger als Hunderte von Fragen zu lernen - dass Sie versuchen, sich in die Gesprächspartner hinein zu versetzen. Sehen Sie die Situation aus der Sicht des Unternehmens. Was erwartet der Personalleiter jetzt in diesem Moment, bei dieser Frage von mir? Warum fragt er genau jetzt genau das? Warum fragt er etwas, das bereits in den Bewerbungsunterlagen steht? Zweifelt er daran?

Beantworten Sie auch die Fragen der anderen am Einstellungsgespräch beteiligten Mitarbeiter/innen aus deren Sicht. Welche Erwartungen hat der Fachbereichsleiter? Was ist für ihn von Bedeutung, wenn Sie später mit ihm zusammen arbeiten sollen? Welche Interessen hat er? Idealerweise weiß der Bewerber vorher, wer mit ihm das Vorstellungsgespräch führt und kann sich vorher nicht nur intensiver mit dem Unternehmen, sondern auch mit den beteiligten Interview-Partnern beschäftigen.

Da in den meisten Unternehmen heute jedoch Ausnahmezustand in allen Abteilungen jeden Tag die Regel ist, kommen außer dem Personalleiter oft nicht die ursprünglich eingeplanten Kollegen zum Gespräch dazu. Statt des qualifizierten Abteilungsleiters, eine teamerfahrene Führungskraft, kommt sein Kollege, der vor einer Woche zum Stellvertreter befördert wurde. Er wird sich völlig anders mit Ihnen unterhalten und manche Überraschung bereit halten, die einem Personalauswahl-Profi gar nicht einfallen, auf die aber trotzdem sprachlich professionell reagiert werden sollte.

Ihre Interview-Partner können Sie leider ebenso wenig auswählen wie die Gesprächsinhalte oder die Fragen. Aber Sie können sich englischsprachlich so auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, dass es Ihnen erlaubt, auf Englisch spontan agieren und reagieren zu können. Damit Sie sich auf die Gesprächsinhalte konzentrieren, statt darauf, sich sprachlich “über Wasser zu halten”. Mit  geschickter Fragestellung gestalten Sie das Vorstellungsgespräch aktiv mit. Nach wie vor gilt: Wer fragt, der führt (das Gespräch)

Bestimmen zu viele Unsicherheitsfaktoren Ihr Vorstellungs-Interview scheitert es schnell, obwohl Sie fachlich sehr qualifiziert sind

Personalleiter haben andere Ziele und Aufgaben als der Fachbereichsleiter.

Der wiederum andere als der CEO des Unternehmens. Während es dem Vorstand, dem Geschäftsführer oder Chef vordergründig beispielsweise um Gewinnoptimierung geht, möchte der Fachbereichsleiter wissen, wie Sie konkret Aufgaben Ihres Fachgebietes lösen und der Personalleiter will organisatorische und finanzielle Bereiche angesprochen haben. Es gibt dabei Schnittstellen aber auch teils gegensätzliche Erwartungen, wie überall. Eine wichtige Schnittstelle bei Personaler und Fachbereichsleiter ist zum Beispiel Ihre Persönlichkeit.

Soft Skills, wie Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Kontaktstärke, Leistungsbereitschaft, Risikobereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, Selbstreflexionsbereitschaft oder Organisationsfähigkeit sind (unter anderen) Bereiche, die Sie auf Englisch darstellen und erklären sollten. 

Das interessiert den Personaler ebenso wie den Leiter des Bereichs, in dem Sie tätig sein werden. Denn sie wollen mit Ihnen zusammen arbeiten. Und sie wollen gerne zusammen arbeiten. Ein hakeliges, unharmonisches Vorstellungsgespräch braucht niemand. Es gibt immer noch Menschen, die tatsächlich glauben, dass sie allein wegen ihrer unglaublichen Fachkompetenz,  ihres Wissens und ihrer Erfahrung eingestellt werden.

Mancher Personaler hat im Hinterkopf die Erwartung und sucht eigentlich einen Mitarbeiter, der so kommunikationsfähig und lösungsorientiert denkt und handelt, dass er endlich das bestehende hochqualifizierte Team so konditioniert, dass statt wenig miteinander kooperierende Einzel-Spezialisten endlich gemeinsame Ziele reibungslos erreicht werden, so dass damit Geld verdient werden kann.

Ach so: Fachlich qualifiziert darf er auch sein.

Sozial qualifiziert muss er sein. Es ist bekannt, dass -  überwiegend  - nicht die fachlich qualifizierten die Karriere-Leiter hinaufsteigen, sondern eher die sozial qualifizierten.

Bewerber/innen sehen Softskills oft als schmückendes Beiwerk an. Man schreibt alle angelesenen Punkte in die Bewerbung mit dem Hinweis, diese zu erfüllen. Kritikfähig? Check, abgehakt. Konfliktlösungsbereit? Check, abgehakt. Das Vorstellungsgespräch zeigt dann das genaue Gegenteil. Die erste kritische Frage bringt den Bewerber schon auf die Palme oder er zeigt zumindest eine gestörte Mimik. Niemand mag Kritik. Stimmt. Aber der Bewerber muss damit trotzdem gut umgehen können, um sich nicht für die Position zu disqualifizieren.

Statt eine für das Einstellungs-Interview ungünstige Antwort zu geben, die das Vorstellungsgespräch derart verkürzt, dass der Bewerber danach noch genug Zeit hat, um den Mittag im Park zu verbringen, könnten Profis die Frage in eine positive, lösungsorientierte Antwort verwandeln.

Es gibt seit über zehn Jahren Hochschulen, deren Absolventen mit 1,0 Abschlüssen oft nicht eingestellt werden, nicht nur weil ihnen anfangs meist die Berufserfahrung fehlt, sondern weil sie absolute Nieten in puncto Teamfähigkeit sind, ihnen soziale Sensibilität fehlt, sie nicht konfliktlösungsbereit sind oder mangelnde Kritikfähigkeit die Zusammenarbeit lähmt. Schade, da Hochqualifizierte und Facharbeiter von der Wirtschaft dringend gebraucht werden.

Trotzdem lassen Unternehmen viele Stellen unbesetzt, wenn sich aufgrund der Neueinstellung eines Mitarbeiters mit rudimentären Softskills drohende Herzattacken des Stammpersonals ankündigen. Kompatibel muss man als Bewerber schon sein, großer Fachverstand und Wissen in allen Ehren.

E. Bücher, Cassetten und Co.

Diese Medien sind die idealen Helfer um Ihr Sprech-Training zu unterstützen. Sie können es aber nicht ersetzen. Sie bauen ihren passiven Wortschatz auf. Das heißt: Hören oder lesen Sie englische Texte, perfektionieren Sie die Fähigkeit, Englisch zu verstehen.

Nur wenn Sie (leider ist es so!) selbst aktiv werden, wenn Sie Englisch sprechen, verbessern Sie Ihren aktiven Wortschatz. Sie verstehen das Wort dann nicht nur, sondern es fällt Ihnen spontan ein wenn Sie es brauchen, Sie können es aktiv nutzen.

Die genannten Medien können Ihr aktives Training (sprechen, sprechen, sprechen) nie ersetzen. Aber sie können es sinnvoll ergänzen. Bei Interesse bieten wir Ihnen auch hier, entsprechend Ihren Trainingszielen und Medienwünschen, interessante und effektive Produkte an.

Wichtig bei der Auswahl: Prüfen Sie sich selbst realistisch, ob Sie mit dem geplanten Medium generell gerne umgehen, sich darauf freuen.

Der Verstaubungsprozess in Ihrem Regal ist vorprogrammiert, wenn die Überwindung, damit zu trainieren, zu schwer fällt. Nur wer mit Spaß trainiert, trainiert regelmäßig und vor allem - langfristig. Viele unserer Teilnehmer/innen haben zehn, zwanzig oder mehr Englischbücher im Regal. Nur wenige haben sie komplett gelesen oder sich anderweitig damit beschäftigt. Viele dienen als sinnvolle Unterlagen oder Abstandhalter, ein weitaus besseres Schicksal, als manche unbenutzte Sport-Heimtrainer im Keller erleiden.

Manche haben ihnen bei der Theorie geholfen, bevor sie lernten Englisch zu sprechen. Es gibt immer dieses große Missverständnis, dass das Lesen englischer Texte helfen würde, Englisch zu sprechen. Lernen Sie mal Jonglieren mit Bällen, indem Sie sich Jongliertechniken anlesen, ohne dass sie selbst einen Ball in die Hand nehmen und aktiv selbst trainieren.

Englisch-Videos, Lieder, Musik und Reportagen.

Sehr gut, wenn Sie Videos, Filme, Reportagen in englischer Sprache hören und vor allem auch sehen. Weil Sie sich dadurch die gehörten Dialoge, Redewendungen und Wörter noch besser merken können. Das Lernen und Lesen von Wörtern wird vom Gehirn nur recht schwach erinnert.

Durch ausschließliches Lernen von Theorie, also Vokabular und Grammatik arbeiten wir - unser Gehirn - extrem ineffektiv. Dieses wenig wirkungsvolle Lernen müßten wir durch erhöhte Intensität und Zeitaufwand ausgleichen. Welcher Berufstätige hat diese Zeit? Wer hat dazu Lust?

Viel effektiver ist das Hören englischer Dialoge und Texte. Lieder, also gehörte Liedtexte sind ideal, da Sie unsere musischen Areale, unser zweite Gehirnhälfte zusätzlich aktivieren und wir uns Wörter in Verbindung mit Musik wesentlich besser und vor allem langfristiger merken können. Liebhaber englischer Musik sind hier, wenn Sie die Texte aktiv hören und verstehen möchten, lerntechnisch klar auf der Überholspur.

Die nächste Effektivitätsstufe ist dann das Sehen und Erleben von Videos. Auch sie sprechen emotional an, da Sie Situationen miterleben und sich dadurch die in Zusammenhang stehenden Dialoge, Texte und Wörter noch besser merken können. Sie sehen in Ihrer Fantasie ein Bild und das passende Wort fliegt Ihnen gewissermaßen zu.

Sie zweifeln? Okay, es kommt zusätzlich auch auf Ihre grundsätzliche Erinnerungsfähigkeit und Fantasie an. Trotzdem ist sie weitaus höher, als wenn Sie nur lesen oder nur hören.

Die höchste Effektivitätsstufe erreichen wir - natürlich - wenn wir etwas selbst tun. Wir kennen das aus der Berufspraxis oder dem Sport.

Verdient jemand Geld damit, weil er Bücher über Arbeit liest oder ein guter Fußballspieler, weil er alle Fußball-Bestseller auswendig gelernt hat? Es bleibt Theorie. Beruflich und sportlich kommt man auch nicht voran, wenn man über diese Themen im Fernsehen, Video und am PC per eLearning sieht wie von anderen gearbeitet und Sport getrieben wird.

Die effektivste Methode ist leider aber selbstverständlich, wenn Sie und ich etwas praktisch tun. Das gilt für das Englisch lernen ebenfalls: Sie können nur dann wirklich Englisch sprechen, wenn Sie es über regelmäßiges Sprechen und Hören immer wieder tun. Aktiv.
Immer wieder wird versucht der vorübergehend Lernwillige nach vielen Versuchen des Aufschiebens

Man meint “lernen” zu müssen. Allein das ist schon abstoßend genug. Das Wort, der Gedanke daran verführt schon wieder zum Aufschieben. Muss ich nicht noch vorher mal in den Keller? Muss nicht vorher noch etwas weggeräumt werden? Muss nicht vorher ...?

Lernen Sie nicht. Nehmen Sie sich nicht vor, 1 Stunde zu lernen. Tun Sie es einfach. Spontan, ohne es sich vorzunehmen. Beim Surfen schnell mal auf das Lesezeichen geklickt. Einen Song hören, den Liedtext dazu lernen. Dann tun Sie etwas anderes. Hauptsache, Sie haben sich kurz mit der Sprache beschäftigt.

Oder klicken Sie auf ein 4-minütiges Video. Es gibt Tausende davon im Internet. Mit deutschen Erklärungen oder leicht verständlichen auf Englischer Sprache. Schnell auffindbar. Probleme: Fragen Sie mich, falls Sie Zweifel haben (Tel. 0 67 21 - 99 47 41 oder per E-Mail)

Teils aus Bequemlichkeit, teils aufgrund überholter Denkmuster und in vielen Jahren angelernter Schul- und Universitätsdenkweise: Wer viel lernt kann etwas. Das stimmt. Die Frage ist aber, wie “lernen” wir etwas. Durch Theorie (die auch wichtig ist) oder durch angewandte Praxis?

Will der Mensch etwas lernen, entscheidet er sich gerne für ein Buch. Das ist in vielen Fällen die richtige Entscheidung. Wenn es um Theorie geht. Sprache kommt aber von sprechen. Deshalb hilft es hier wenig. Den Beweis liefern Millionen Schulabgänger der letzten 50 Jahre, die 6 Jahre und länger Schulenglisch hatten und trotzdem nur so Englisch sprechen, dass sie sich im englischsprachigen Ausland  eine Currywurst kaufen und einen Sonnenschirm mit Liege mieten können. Spaß! Sie mieten sich auch Hotelzimmer: “Do you have a free room?” oder Please sign on the backside. (Haben Sie ein kostenloses Zimmer? und  “Bitte unterschreiben Sie auf dem Po!).

Die Forschung kennt seit Prof. Lozanow in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wie man viel effektiver lernt. Die Gehirnforschung bringt in den letzten 10 Jahren handfeste Ergebnisse durch bildgebende Untersuchungen per MRT, was im Gehirn geschieht, wenn wir etwas so oder anders handhaben.

Leider lernt man heute noch immer gerne wie vor 100 Jahren, Ausnahmen natürlich ausgenommen. Ineffektiv, mit hohem Zeitaufwand. Theoretisch. Denn weil der durchschnittliche Berufstätige immer stärker belastet wird, verweigert er zunehmend weitere Bildung. Klar, weil sie zeitaufwändig, theoretisch und oft langweilig ist.

Die effektivste Methode ist also, selbst Englisch zu sprechen.

Zuerst mit kurzen einfachen Sätze, dann immer mehr. Wie ein typisches, sinnvolles Sport- oder Gymnastiktraining. Wer sich nie für die englische Sprache interessierte, jetzt aber im Beruf Englisch benötigt, meint oft, er sei sprachunbegabt. Meist ist man aber nicht unbegabt, sondern nur untrainiert, mangels Interesse. Dann nennen wir das Training eben Sprach-Krankengymnastik. Wer es spricht kann es.

Der Beweis: Selbst der Dümmste und Unbegabteste kann seine Muttersprache sprechen. Warum: Weil er sie oft spricht, wenn vielleicht auch in einem einfachen Stil. Das gilt übrigens auch für alle die, die gerne behaupten, sie seien zu alt, um Englisch sprechen zu lernen. Das ist leider keine Ausrede mehr für Bequemlichkeit. Es ist nicht nur wissenschaftlich bewiesen.

Also sprechen Sie Englisch. Wenn Sie außerhalb des Jobs niemanden finden, der mit Ihnen Englisch sprechen möchte, rufen Sie einfach uns an. Wir tun es gerne. Für Sie, für leichteres und entspanntes Arbeiten, für mehr Lebensqualität im Beruf. Für weniger Angst vor Telefongesprächen mit einer Auslandsvorwahl. Telefon. 0 67 21 - 99 47 41.

E-Mail oder Telefon 0 67 21- 99 57 09

Autor: Harald Schneider (copyright Harald Schneider, vorstellungsgespraech-in-englisch.de)