Das Ehrenamt in der Bewerbung”

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Wie wichtig ist das Ehrenamt in der Bewerbung

“Wie wichtig ist das ehrenamtliche Engagement ..

für meine Bewerbung?”, werde ich gelegentlich gefragt. Viel häufiger entdecke ich jedoch im Gespräch, dass die Bewerber (insbesondere Absolventen) sich durchaus ehrenamtlich engagiert haben, das aber für unwichtig für ihre Bewerbung halten. Warum sollte dieser Punkt (so) wichtig sein?

Sobald junge Menschen neben Studium, Schule, Ausbildung und später im Beruf sich für andere Ziele engagieren, zeigen sie, dass sie zum einen genügend Energie für weitere Aktivitäten haben und sich zum anderen für das Wohl einer Gemeinschaft einsetzen.



Sie lernen im Ehrenamt andere Menschen zu führen.

Autor: Christof Wirtz.


Das können sozial ausgerichtete Vereine sein, Parteien, schulische oder studentische Gremien. Aus eigener Erfahrung kann ich da z.B. die Freiwillige Feuerwehr, Pfadfinder, Wirtschaftsjunioren, AIESEC, VDI oder auch den Handelsrichter beschreiben. An der Schule sind es Klassensprecher, Kassenwart, Stufen- und Schulsprecher im Studium kann es die ASTA oder das Amt des Tutors sein. 


Insbesondere, wenn Sie dort nicht nur Mitglied sind, sondern darüber hinaus ein Führungsamt als Projektleiter, Arbeitskreisleiter oder Vorstand inne haben, sammeln Sie dadurch erste Führungserfahrungen, die im späteren Berufsleben für eine Leitungsfunktion sehr wichtig sein können.
Menschen, die lernen im Ehrenamt durch Motivation andere Menschen zu führen, Ideen zu sammeln, Projekte gestalten und andere dazu bewegen ein gemeinsames Ziel zu erreichen haben das beste Rüstzeug, das gleiche auch später im Beruf erfolgreich umzusetzen.



Schärft die Sinne und bereichert Ihre Erfahrung.

Zudem lernen Sie im Ehrenamt sich selber, speziell Ihr Fremdbild, kennen. Wie wirke ich auf andere, wo sind meine Stärken, wo meine Schwächen.
Menschen, die sich im Ehrenamt engagiert haben, bringen meist eine vielschichtige Sicht auf neue Probleme mit.

Ehrenamtliche Gruppen sind meistens bunter durchmischt, was die verschiedenen ‚Typen‘ angeht. Die Kreativen müssen sich hier mit den Technikern, Analytikern und Dominaten auseinandersetzen und alle untereinander ein gemeinsames Miteinander entwickeln, wenn Projekte gelingen sollen.

Tolle Ideen zerplatzen zu Seifenblasen, wenn es Ihnen nicht gelingt die anderen ‚Typen‘ mit ins Boot zu holen. Das schärft die Sinne und bereichert Ihre Erfahrung.

Netzwerk zu Menschen, die ähnlich “ticken”.

Ein weiterer Vorteil ist der Aufbau eines überregionalen, manchmal auch internationalen Netzwerks zu Menschen, die ähnlich ‚ticken‘.
Ein wahrer Icebreaker für nahezu jede Gesprächssituation, wenn Ihr Gegenüber feststellt, dass Sie in gleicher oder ähnlicher Position/Organisation tätig waren.

Als klarer Nachteil ist die Zeit anzusehen, die Sie für ein solches Ehrenamt aufbringen. Je älter Sie werden, je mehr Verpflichtungen hinzukommen, desto schwieriger ist es, die dafür notwendige Zeit zu finden. Oder sind es nur die Prioritäten?


Stellen Sie unter Beweis, dass Sie Prioritäten setzen können.

Mir hat mal jemand eine Bank empfohlen, die mir jeden Tag 86.400 Währungseinheiten (WE) zur Verfügung stellt. Egal wo auf der Welt. Jeden Tag neue 86.400 WE. Einziger Haken, ich kann nicht mehr als 86.400 WE ausgeben und keine einzige auf den nächsten Tag übertragen. Sparbücher und Kredite sind ausgeschlossen..

Ist das nicht eine wundervolle Bank? – So dachte ich auch. Und es gibt sie tatsächlich, wir alle können sie gebührenfrei nutzen. Jeden Tag haben Sie ab 0:00 Uhr 86.400 s Zeit. Sie können alles tun und lassen, was Sie wollen. Sie setzen dafür die Priorität. Was ist Ihnen wichtig?

Das heißt. der Mensch im Ehrenamt bringt einen Teil seiner Zeit für die Ausübung des Ehrenamts auf. Von Führungskräften wird nahezu immer erwartet, dass sie mehr tun, als andere und dass sie Prioritäten setzen können. Alles das können Sie im Ehrenamt vorab schon unter Beweis stellen. Die Ausübung eines Ehrenamtes sollte allerdings nie dem Zweck dienen, nur einen besseren Lebenslauf zu haben. Die jeweilige Tätigkeit muss im Vordergrund stehen. Sie muss Spaß machen.


Noch Fragen zum Ehrenamt in der Bewerbung?


Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc. jetzt senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Bis nächste Woche, wenn es um die Karriereplanung geht. Alle bisher veröffentlichen Beiträge finden Sie hier: http://www.bewerber-abc.de/ Autor: Christof Wirtz


Ehrenamt und Relevanz:

Die im Ehrenamt erworbenen persönlichen Stärken und Fähigkeiten sollten im Laufe des Vorstellungsgespräches immer in dem Moment genannt werden, wenn sie exakt zur gerade gestellten Frage und Situation passen. Es ist wichtig, diese nicht zwischendurch beiläufig zu erwähnen und das Pulver unwirksam zu verschießen.

Sehen Sie die Gesprächssituation zu Ihrem Nutzen einmal aus der Perspektive des Personalleiters. Sie oder er soll einen neuen Mitarbeiter aus einer Reihe von Bewerber/innen auswählen. Jemand, der bestmöglich zur Stellenbeschreibung passt. Jemand, dessen persönliche Stärken zum Anforderungsprofil passen. Jemand, die oder der zum Team, zum Unternehmen, zur Unternehmensphilosophie passt.

Er hat eine Verantwortung gegenüber seinen Kollegen, Vorgesetzten und dem Unternehmen, den geeignetsten Kandidaten herauszufiltern. Entscheidet er sich allein oder gemeinsam mit den Abteilungsleitern für einen ungeeigneten Bewerber, hat das auch für ihn Konsequenzen.

Er arbeitet also gewissenhaft seine Anforderungspunkte ab. Und auch er muss sich auf seinen Job konzentrieren, bei aller Erfahrung, Routine und Professionalität. Ist der Personalleiter also beispielsweise bei Punkt F seiner Liste angekommen, wird er sich auf die damit verbundenen Ansprüche konzentrieren. Wirft der Bewerber nun eine persönliche Stärke ein, die im Moment für Punkt F nicht relevant ist, hört der Personalleiter diese zwar, merkt sie sich auch (vielleicht) aber er schiebt sie erst einmal als unpassend zurück, da seine augenblickliche Aufmerksamkeit und Erwartung an andere Stärken, Nutzen, Vorteile, die Sie liefern sollen, noch nicht erfüllt wurde. Die genannte Stärke verpufft so ohne den erwarteten Effekt.

Überzeugend punkten Sie also, wenn Sie persönliche Stärken, wie zum Beispiel “Entscheidungsfähigkeit”, genau dann anmerken, wenn der Personalverantwortliche danach fragt. Wenn Sie beispielsweise als Brandmeister der örtlichen Feuerwehr jetzt mitteilen, dass Sie bei ihren Einsätzen entsprechend der Gefahren-Situation für Menschen, Kollegen, sich selbst und gefährdete Objekte schnell und sicher entscheiden müssen, was wann und wo zu tun ist. Blitzschnelles Entwickeln einer Prioritätenliste ist Voraussetzung, das Problem schnell zu lösen und niemanden dabei zu gefährden.

Auch viele viele andere ehrenamtliche Tätigkeiten bieten Raum für persönliche Stärken. Selbst der langjährige Vorsitzende eines Sportvereins wird sich an Situationen erinnern, in denen er den Verein mit Teamfähigkeit, Überzeugungskraft und Verhandlungsgeschick durch schwieriges Fahrwasser gebracht hat.

Wichtig dabei: Die Situation kurz darstellen und schließlich die dafür notwendigen Stärken und Fähigkeiten realistisch und knapp mit Fakten zu untermauern. Argumentieren Sie dabei hirngerecht. Nennen Sie Zahlen, wann immer möglich. Nennen Sie Fakten. Vermeiden Sie unsachliche Aussagen, Vermuten, Wörter wie “vielleicht, wenn, wäre, würde, hätte, könnte, sollte”. Tatsachen zählen, kein Larifari.

Gefahr: Eine gute Gesprächsatmosphäre während des Interviews verleitet selbst erfahrene Bewerber dazu, das Ehrenamt aber auch berufliche Situationen und Erfahrungen zu ausschweifend darzustellen. Erstens wirkt der Bewerber dadurch wenig zielorientiert, zweitens lenkt er von seinen Stärken ab, die wesentlich für den künftigen Arbeitgeber sind. Ausschweifung verwässert den Eindruck. Bewerber sollten nicht warten, bis der Personaler sie stoppen muss.

Top-Tipp, der immer wie ein rotes Licht während eines Vorstellungsgespräches aufleuchten sollte:
Reden Sie sich nicht um Kopf und Kragen (weil Sie sich gerade mit dem Personaler so gut verstehen). Eine gute, entspannte Gesprächssituation ist gut. Ein netter, freundlicher und respektvoller Umgang sind wichtig. Schließlich sollen die für die Einstellung verantwortlichen Mitarbeiter/innen über Ihre Qualifikation und Erfahrung hinausgehend, Ihre Stärken aber auch Ihre Schwächen erkennen.

Erzählen Sie zu viel und zu locker vermitteln Sie viele Details, die Ihnen unnötig schaden. Später werden einfach die vielen Plus- und Minuspunkte der einzelnen Bewerber/innen gegeneinander aufgerechnet.

Haben Sie Fragen, freue ich mich auf Ihren Anruf. Tel.: 0 67 21 - 99 47 41 oder E-Mail


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Im richtigen Moment des Gespräches passend zu reagieren,

ist Voraussetzung für eine überzeugende Darstellung im Gesprächsverlauf. Diese erreichen Sie durch 4 Punkte:
Überlegen Sie intensiv und mehrmals, welche persönliche Stärken und Fähigkeiten Sie tatsächlich haben (nicht welche Sie gerne hätten oder welche erwünscht sind).

Inwieweit sind diese persönliche Stärken und Fähigkeiten belegbar. Zum Bespiel durch Ehrenämter. Das heißt: Wie können Sie diese mit bildhaften Beispielen glaubhaft und überzeugend darstellen?

Schreiben Sie alle diese Punkte unbedingt auf. Arbeiten Sie diese immer wieder durch und ergänzen Sie diese. Fragen Sie auch Kollegen, Bekannt, die Familie, welche Fähigkeiten und Stärken diese an Ihnen schätzen. Diese Aussagen sind jedoch nur Anregungen für Sie. Bewerten Sie anschließend, ob diese Eindrücke tatsächlich zutreffen.

Danach überlegen Sie, wie Sie tatsächliche Stärken und Fähigkeiten mit Fakten authentisch belegen und untermauern. Schließlich haben Sie dafür meist keine schriftlichen Nachweise. Und wenn, müssen diese selbstredend seriös Ihre ehrenamtlich erworbene Qualifikation dokumentieren. Ein Zertifikat mit der Aussage: “Unser Brandmeister, Werner Müller, löscht jeden Brand” ist eher ein humoristischer Beitrag für die Vereins-Website.
Bewerber/innen, die bemerken: “Mein Schwager sagt immer, ich sei der zuverlässigste in der Familie” dürfen nicht erwarten, dass diese allgemeine, nicht bewiesene Aussage als relevant anerkannt wird. Da oft genutzt, ist sie aufgrund der damit gezeigten Naivität noch nicht einmal mehr belustigend.

Trainieren Sie alle erkannten und belegbaren Punkte, damit sie in der stressigen Vorstellungs-Situation auch spontan abrufbar sind. Alle untrainerten Fakten, die Sie als Bewerber/in nur kennen oder wissen, sind unter Belastung des Gehirns oft nicht genau dann verfügbar, wenn sie Ihnen nützlich sind. Haben Sie Ihre wichtigen Fakten oft laut ausgesprochen, ist die Lernleistung höher als wenn Sie diese nur still lernen.

Lernen Sie Fakten und Vokabular lediglich still (so ineffektiv wie in der Schule) ist die Lernleistung nachweislich mit nur 10% sehr gering, was Lernen in der Schulzeit so mühselig machte (Grafik wie Sie effektiv lernen). Wesentlich effektiver trainieren Sie die Fakten des Vorstellungsgespräches im Dialog mit einem oder mehreren anderen Menschen.

Autor: Harald Schneider (Inhaber von OK-Englisch-Training und Trainer für Bewerber/innen und Englisch-Kommunikation für den Beruf).

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Hersteller: OK-Englisch-Training
Model: Intensiv-Englischkurs
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Wie Sie mit einem Ehrenamt in der Bewerbung Ihre Einstellungschancen wesentlich verbessern. Bewerber engagieren sich ehrenamtlich, halten dies aber in ihrer Bewerbung fuer unwichtig.
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